Mel Gibson`s Apocalypto
Das Dorf von Maya-Krieger Pranke des Jaguars wird von bösen Maya-Sklavenhändlern (oder so) überfallen, er selber kann seine Familie in einer Grube verstecken und wird dann gefangengenommen. In der Hauptstadt der bösen soll der Held geopfert werden, durch einen SEHR glücklichen Zufall entgeht er dem Henker aber in letzter Sekunde.
Bei der anschließenden Flucht tötet er dummerweise einen Häuptlingssohn und hat so eine Bande böser Krieger am (fast nackten) Hintern kleben, die ihn erbarmungslos durch den Dschungel verfolgen...
Der Film bietet etwas: Äußerst beeindruckende Bilder. Manchmal wähnte man sich bei den Verfolgungsjagden anhand der tollen Kameraführung in einem IMAX, so plastisch sah das ganze aus. Also Mittendrin-Gefühl stimmte...da passten dann auch die wenigen Dialoge in Originalsprache und die natürlich perfekte Ausstattung mit den beeindruckenden Pyramiden und der grünen Hölle Dschungel...
Gibsons Idee "Der perfekte Film braucht nur die Bilder" setzt er in rein technischer Hinsicht meisterhaft um...
Aber dann wirkte es nur, als ginge es Mel Gibson um möglichst viel Gemetzel dem man noch irgendeine Story stricken musste. Mal ehrlich: Wie komme ich dazu, einen Film über irgendwelche Maya-Indianer zu stricken, in dem die Leute möglichst brutal ums Leben kommen...und welchen Zuschauerkreis spreche ich damit an? Historiker? Splatter-Fans?
Hinter der Passion Christi steckte ja noch ein Sinn, eine Aussage, aber hier? Alles Barbaren, einer brutaler als der andere...? Man ist zwar mittendrin, kann sich aber mit niemandem identifizieren...
Hier muss Ronaldinho-Look-A-Like "Pranke des Jaguars stundenlang (trotz schwersten Verletzungen) durch den Dschungel hetzen und in Rambo-Manier und Großaufnahme seine leider namenlosen Verfolger auf diverse Arten abschlachten (lassen).
Visuell atemberaubend, aber sonst nur geschmacklos