Zuallererst ein kleiner Einschub:
Unglaublich, wie sehr man in unserem politisch so korrekten Deutschland, wo es nicht mal den Begriff "Unterschicht" gibt und sich manche auch schon beim Ausdruck "Nationalmannschaft" an dunklere Zeiten erinnern, mit bösen Witzen gewinnen kann.
Einmal liest man auf einer Geburtstagsparty aus einem 60er-Jahre-Witzebuch Wörtchen wie "Neger" vor und schlagartig ist es still.
Und wenn der Witz zu Ende ist, dann kommt es, dieses typische halb-empörte, halb-dreckige Lachen und das Gefühl, bei etwas Bösem ertappt worden zu sein.
Jetzt könnte man natürlich einige der pööööhsen Witzchen hier aufschreiben, aber wer weiß, wohin das führen kann...
Nun zum eigentlichen Thema (und ein schöner Gruß an die ganzen Mitleser hier: Schreibt mal Comments!)
Halloween steht vor der Tür. Das Fest des Kürbisses und der Slasher-Filme. "Süßes oder Saures", sagen die Kinder in Amerika zu ihren Nachbarn, um Gummibären, Bonbons oder Schokolade abzustauben. Dort ist dieses Fest seit langen Jahren bekannt, es ist Brauchtum geworden. In unseren Breiten leider noch nicht, und so wird so manche alte Dame erstaunt bis pikiert und völlig verständnislos ihre auf Grusel getrimmten Nachbarskinder (8-12 Jahre) ansehen.
Für die ältere Klientel ist Halloween ein Trink- und Tanzanlaß wie so viele andere auch. Und da wir auch noch Karneval feiern, haben die Freunde von Verkleidungen gleich zwei Mal im Jahr die Ehre, sich im Kostüm zu besaufen. (Die Frauen können das immer, im Kostüm betrinken meine ich.)
Zudem bietet das Halloweenfest auch entstellten Personen, seien es durch Bärenangriffe oder Akne, eine Augenklappe oder Segelohren Verunstaltete, mal ungestraft und unangestarrt unter Leute zu gehen und sich für "das geile Kostüm" loben zu lassen.
Alternativ bietet Halloween auch eine passende Gelegenheit, um sich diverse oben erwähnte Slasher-Filme reinzuziehen. Erwähnt seien da einmal die, aus heutiger Sicht, recht lahmen "HALLOWEEN"-Filme um Psycho-Killer Michael Myers, der alljährlich am 31.Oktober aus der Psychiatrie ausbricht, um entfernte Verwandte (vorzugsweise hübsche Mädels) zu meucheln.
Nach dem gleichen Schema (psychisch kranker Schrank von einem Mann jagt im Bikini bekleidete Chicas) funktionieren circa eine Million weitere Filme, erwähnenswert dürfte hier HOUSE OF WAX sein, dessen einzige Eigenständigkeit darin besteht, dass Paris Hilton persönlich auf der Opferliste steht.
Die Internet Movie Database spuckt zum Thema bestimmt noch viel mehr Sachen aus.
Nun ja bis demnächst.
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